Entstehung der Solar- und Photovoltaik-Technologie

Solar-Dachanlagen fürs Eigenheim

Die Endlichkeit der fossilen Brennstoffe und die damit verbundene Energie- knappheit in den kommenden Jahrzehnten zwingen Menschen und Regie- rungen dazu, die alternativen Energien, etwa die Solarenergie, zu nutzen und weiter auszubauen. Gerade die Solartechnik, also die Nutzung der Sonnenenergie, kann auf eine lange Geschichte zurückblicken. Bereits im 19. Jahrhundert begannen einige findige Wissenschaftler mit Experimenten, um aus der Energie der Sonne nutzbare Energie herzustellen. Doch erst 1905 konnte Albert Einstein den Photoeffekt erklären, hierfür erhielt er im Jahr 1921 sogar den Physik-Nobelpreis.

 

Als es in den 70er Jahren vermehrt zu Energiekrisen kam und auch der Schutz von Umwelt und Natur immer mehr in den Mittelpunkt gerückt ist, wurden die Forschung und Entwicklung der Solartechnik und insbesondere der Photovoltaik weiter vorangetrieben.

 

Die Bundesregierung legte sogar spezielle Förderprogramme auf, durch die Investitionen finanziell unterstützt wurden und werden. Das Ergebnis: immer mehr Menschen investieren in die Solartechnik, nutzen so diese alternative Energie und unter- stützen die Umwelt.

 

 

Unter der Solartechnik werden verschiedene Möglichkeiten zusammengefasst, die Sonnenenergie zu nutzen. Dies ist zum einen durch Solarkollektoren (Solaranlage) möglich, bei denen Wasser oder andere Wärmeträger durch die Sonnenenergie erhitzt werden. Hiermit kann dann entweder die Warmwasserversorgung im eigenen Haus gewährleistet werden, auch eine Unterstützung der Heizungsanlage ist hiermit möglich. Voraussetzung ist die Anordnung der Solarkollektoren in südlicher Richtung, bestenfalls werden diese auf dem Dach des Wohnhauses angebracht.


Nach den heutigen Erkenntnissen haben sich die Kosten einer Solaranlage in ca. 10-15 Jahren amortisiert. Dieser Zeitraum kann jedoch deutlich verkürzt werden, wenn die Energiepreise weiter steigen. Eine weitere Möglichkeit, die Sonnenergie zu nutzen, ist die Photovoltaik. Mit Hilfe dieses Verfahrens kann man die Energie der Sonneneinstrahlung in elektrische Energie umwandeln. Dieses Verfahren wurde bereits in den 1950er Jahren angewandt, damals wurde hiermit die Energieversorgung von Weltraumsatelliten sichergestellt. Heute ist das Verfahren der Photovoltaik weiter erforscht und kann nun auch von Privathaushalten auf deren Hausdächern angewandt werden.

Wirkungsgrad einer Solaranlage

Um Sonnenenergie in Elektrizität umzuwandeln, befinden sich in Photovoltaikanlagen Solarzellen, die so genannten "Solarmo- dule". Die Wirkungsgrade dieser Anlagen sind abhängig vom eingesetzten Material. So erzielen Dünnschichtmodule lediglich einen Wirkungsgrad von ca. 6%, monokristalline Module hingegen erreichen einen Wirkungsgrad von fast 20%.


Der große Vorteil dieser Energiegewinnung ist die Vermeidung von Abgasen und somit die Sicherung der Umwelt. Die so erzeugte Elektrizität kann vielfach genutzt werden. So kann sie zum einen privat im eigenen Haus als Energieunterstützung genutzt oder in Akkumulatoren gespeichert werden. Ein Einfamilienhaus komplett mit Elektrizität aus Photovoltaikanlagen zu betreiben, ist jedoch noch nicht möglich. Solche Komplettsysteme findet man heute nur in kleineren Bereichen, so zum Beispiel beim Betreiben von Parkscheinautomaten.

Solarenergie im öffentlichen Stromnetz

Weitaus häufiger wird die Energie der Photovoltaik genutzt, um sie ins öffentliche Stromnetz einzuspeisen. Hierfür erhält der Erzeuger einen vorher vereinbarten Preis pro gelieferter Kilowattstunde. Somit trägt die Photovoltaik maßgeblich dazu bei, dass auch ökologischer Strom angeboten werden kann. Allerdings finden sich in Deutschland noch hohe Ausbaumöglichkeiten, denn erst ca. 2% der Fläche wird für die Photovoltaik genutzt. Durch spezielle Förderprogramme könnten noch mehr Menschen dazu gebracht werden, auch ihre Hausdächer für die Energiegewinnung zur Verfügung zu stellen. Das Ziel der Bundesregierung ist hier eine Anhebung des Anteils an alternativen Energien auf 25% des gesamten Strombedarfs. Hierdurch würde natürlich die Umwelt deutlich entlastet werden.


Ein Nachteil der Photovoltaik ist allerdings das schwankende Angebot, denn sie kann vornehmlich an sonnigen und wolkenlosen Tagen erzeugt werden. Dies ist jedoch weniger ein Problem, denn auch die Verbraucher nutzen den Strom nicht immer gleich. So ist der Verbrauch tagsüber deutlich höher, also dann, wenn auch Strom aus Photovoltaikanlagen erzeugt und somit genutzt werden kann.


Um den Energieverlust aus Leitungen zu verringern, wird Photovoltaikstrom zumeist auch nur regional angeboten.
Die Zahl der installierten Photovoltaikanlagen nimmt jährlich zu. Durch erhöhte Produktionszahlen und vereinfachte Herstellungsmethoden konnte zudem der Preis pro Anlage deutlich reduziert werden. Voraussetzung ist hier allerdings auch die Ausrichtung der Kollektoren gen Süden, um eine hohe Effizienz zu erreichen.

 

Förderung von Solaranlagen

Auch die Regierung schafft weitere Anreize. So erhalten Personen, die eine Anlage auf ihrem Dach installieren, zwischen 37,96 und 49,21 Cent pro Kilowattstunde ausgezahlt. Diese Zahlung wird zudem für im Jahr 2007 installierte Anlagen für 20 Jahre garantiert. So können Investoren diese Summen bereits fest einplanen. Fazit: Photovoltaikanlagen sind eine wirkliche Alternative, um Elektrizität zu erzeugen, auch wenn der Wirkungsgrad künftig noch erhöht werden muss.

 

Ergänzende Empfehlung für ein energiesparendes Eigenheim: Sonnenschutzfolien bieten ein angenehmes Raumklima und niedrige Klimatisierungskosten. Die Wärmereduzierung des Raums kann bis zu 85 % betragen.

 

 

Bildquelle: © Simon Kraus - Fotolia.com

 

 

 

 

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